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Unsere Philosophie zum Thema "Testanpassungen für Bewerberinnen und Bewerber mit Behinderung"

Bewerber und Bewerberinnen, die mit einer Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkung leben, sollen den Eignungstest unter Bedingungen bearbeiten, die ihre spezifischen Barrieren so weit wie möglich umgehen. Die für die Arbeit erforderlichen Kompetenzen müssen jedoch im gleichen Maße unter Beweis gestellt werden, wie dies im Test von Bewerbern und Bewerberinnen ohne Behinderungen verlangt wird. Die entspricht den Forderungen des Grundgesetztes (GG) und des „Allgemeines Gleichbehandlungsgesetzes“ (AGG). Ob mit oder ohne Behinderung, einer Benach- oder Bevorteiligung wird entgegengewirkt.

Der IfP-Eignungstest soll die Leistungsfähigkeit der Bewerberinnen und Bewerber testen und eine möglichst gute Prognose für den Ausbildungserfolg abgeben. Um Ihre Leistungsfähigkeit zu messen, ist es notwendig, dass behinderungsbedingte Barrieren aus dem Weg geräumt werden. Darauf haben Sie einen gesetzlichen Anspruch. Keinen Anspruch haben Sie auf einen Verzicht von Leistung in der Leistungsdiagnose. Das wäre ein Bonus, der nicht vom Testinstitut vergeben werden kann.

Die Abwägung, ob ein Bonus, das bedeutet Verzicht auf bestimmte Leistungen, in Betracht kommt, kann nur der Arbeitgeber vornehmen.

Die häufigsten Anpassungen der IfP Testverfahren beziehen sich auf die Wahrnehmung der Aufgabenstellungen und die Äußerung der Antworten. Auch durch die Behinderung bedingte punktuelle Störungen der Denktätigkeit oder die physische Voraussetzungen ihrer Erbringung werden berücksichtigt. Wir prüfen nicht die körperliche Eignung für Arbeiten mit praktischem Charakter.

Die angebotenen Maßnahmen beinhalten

  • angepasste Testverfahren (beispielsweise Tests für Blinde),
  • Sicherung der erforderlichen physischen Gegebenheiten (beispielsweise ebenerdigen Zugang),
  • Antworthilfen (beispielsweise Antwortdiktat) und
  • eine besondere Organisation des Testablaufs (beispielsweise dichtere Pausenfolge oder Kleingruppentest).

Um aus den circa 80 bei uns vorliegenden Testanpassungen die im Einzelfall angebrachte Maßnahmenkombination festlegen zu können, muss unsere psychologische Fachkraft zunächst mit dem oder der Betroffenen ein anamnestisches Interview führen. In bestimmten Fällen ist ein vereinfachtes schriftliches Antragsverfahren vorgesehen.

Informationen zur Testorganisation und -durchführung werden an die beauftragende Behörde und den Testleiter weitergegeben. Die Details zur der telefonischen Anamnese und zur Behinderung werden streng vertraulich behandelt und keinesfalls weitergegeben.

Ohne die vorangegangene Anamnese oder ihren schriftlichen Antrag ist die durch das "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" (AGG) geforderte Berücksichtigung der Behindertenbelange im Eignungstest in der Regel nicht möglich. Damit mögliche Anpassungen des Testablaufes organisiert werden können, sollte die Kontaktaufnahme frühzeitig vor dem Testtermin (zwei Wochen vorher) erfolgen.

 

 

(18.08.2014 - TK)




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